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DER TAG AN DEM ICH MERKTE, WO ICH HIN GEHÖRE

Vom ersten Moment war ich, gemeinsam mit Harry, da. Ich stieg mit ihm aus dem Hogwarts Express, ich überquerte gemeinsam mit ihm in den Booten den See und es waren seine Augen, durch die ich das erste mal auf die hohen Türme von Hogwarts blickte. Ich fühlte die kalten Steine an den Wänden in der großen Halle, ich schmeckte die unglaublichen Speisen die aus dem Nichts vor Harrys Nase auftauchten. Und vor meiner. Ich war mit Harry da, lachte mit ihm und Ron, wunderte mich mit ihm über die Geister über unseren Köpfen. 

Ich roch die Gefahr die vom verbotenen Wald ausging und das frische Gras, unter dem Baum am See. 

 

Ich spürte die Sonne, die durch das Glas der Gewächshäuser fiel und meine Wangen erwärmte. Ich spürte die weichen, abgenutzten Kissen der roten Sofas im Gemeinschaftsraum, ich verspürte Harrys verwirrung als sich die Treppen unter unseren Füßen anfingen sich zu bewegen. Ich schlief mit dem Lächeln auf den Lippen ein, dass Harry auf seinen Lippen trug, als er Abends im Schlafsaal einschlief. 

 

Und dann wachte ich auf. Und ich war nicht mehr mit Harry in Hogwarts. Ich war in meinem unordentlichen Zimmer, mitten in Hogwarts, geweckt von meinem kleinen Bruder, der mir ins Ohr schrie. Ich war in der Realität, die mir nie lauter ins Ohr geschrien hatte dass ich das langweiligste leben der Welt führte, wie heute.

 

 

Jede Sekunde des Tages war für mich damals verschwendete Zeit, jede Sekunde an diesem Ort, mit lauten Autos, Mitschülern die sich über völlig unwichtige und menschliche Dinge unterhielten. Lauter Muggel, die nicht im Geringsten verstanden was mich beschäftigte. 

Der Moment als ich in meiner Wohnung wieder mein Buch aufschlug, mir der vertraute Duft nach neuen Buchseiten in die Nase stieg, war für mich wie eine Erlösung. Innerhalb einer Sekunde war ich wieder teleportiert. Ich war wieder da. In Hogwarts. Und den ganzen Tag hatte ich nicht so breit gestrahlt wie jetzt. Das war der Moment an dem ich verstand, wo mein Herz lag. Der Moment an dem ich verstand dass ich, verdammt noch mal, in der falschen Realität auf die Welt gekommen war.

 

24.9.15 23:35


WIE DIE SEHNSUCHT BEGONNEN HAT

Es muss so vor gut 6 Jahren gewesen sein, ich war damals in der dritten Klasse. Lesen war noch cool. Alle haben gelesen, keiner fand es komisch dass ich auch gerne mal alleine auf dem Schulhof saß, die kleine Nase einer kleinen 8-Jährigen in den Tiefen dicker Bücher vergraben, mit dem Blick ganz woanders, abgetaucht in meine eigene fantastische, fiktive Welt. Aber schon damals war lesen für mich etwas ganz anderes als für meine Freunde und Mitschüler. Sie verstanden nicht warum ich weinen musste wenn ein Charakter starb und warum ich auch an schlechten Tagen lächeln musste, wenn meine fiktiven Freunde mich mit ihren Scherzen aufheiterten. 

Damals wollte ich eines Abends gemeinsam mit meiner Mutter einen Film schauen. Sie schlug Harry Potter vor, was mich erstmal nicht so angesprochen hat, einfach weil ich Bücher oder Filme, die nach der Hauptperson benannt waren immer als ,,langweilig" eingeordnet hatte. Schließlich habe ich als Ausrede, warum ich ihn jetzt nicht schauen wollte einfach gesagt: "Zuerst möchte ich das Buch lesen."

Das fand meine Mutter natürlich gut und wir guckten etwas anderes. Jetzt hatte ich aber versprochen Harry Potter zu lesen. Und das waren einfach verdammte 7 Teile und ich hatte auf keinen davon Lust. Aber meine Mutter hatte mir den ersten schon aus der Bibliothek ausgeliehen, also blieb mir nichts anderes übrig als einmal rein zu sehen.

 

Kennt ihr das Gefühl, wenn euch etwas total umhaut, von einer Sekunde auf die andere? etwas total unerwartetes, etwas von dem ihr nie gedacht hättet dass es diese Wirkung erzielt? ich habe nach Harry Potter nie wieder über ein Buch geurteilt, dass ich nicht gelesen habe.

Ja, ich mochte Harry Potter von Anfang an sehr sehr gerne. Irgendwie hatte das Buche so eine Magie, die mich mehr verzauberte als je ein Buch zuvor. Doch obwohl ich damals bereits eine unglaubliche Liebe zu dem Buch aufgebaut hatte und eine Sympathie für Harry, war die richtige Magie noch gar nicht passiert. Das war erst rein paar Tage später der Fall. Hätte ich geahnt, dass es mich so viel Herzschmerz und so viele Tränen kosten würde... ich hätte- Warte, ich hätte es doch gelesen. Ja, hätte ich.

 

24.9.15 22:42





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